Fragen Sie doch auch mal ihre KI.
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TogglePhishing-Mails sind nichts Neues. Neu ist allerdings, wie professionell manche davon mittlerweile aussehen. Gute Sprache, bekannte Logos, plausible Absendernamen und Nachrichten, die auf den ersten Blick durchaus echt wirken können.
Und dann gibt es natürlich auch noch jene Exemplare, bei denen man sich fragt, ob die Phisher selbst schon einmal eine Mail von ihrer Bank gesehen haben. 😉
Aber egal, ob gut oder schlecht gemacht: Wenn Ihnen eine Mail suspekt vorkommt, gibt es auch eine weitere Möglichkeit, sie zu überprüfen:
Fragen Sie doch auch mal ihre KI.
Eine kleine Anekdote aus meiner Praxis:
Weil mir eine E-Mail verdächtig vorkam, habe ich die darin geforderte Bestätigung neuer AGB’s nicht durchgeführt. Die Nachricht war tatsächlich echt – und ich musste anschließend einen neuen Registrierungsvorgang durchlaufen. Etwas mühsam, aber für mich trotzdem die bessere Variante.
Im Zweifel lieber einmal zu vorsichtig als einmal zu leichtgläubig. 😉
KI als zweiter Blick
Ein Screenshot eines verdächtigen E-Mails lässt sich beispielsweise in ChatGPT hochladen und mit einer einfachen Frage verbinden:
„Sieht das nach Phishing aus? Bitte prüfe Absender, Links, Sprache und sonstige Auffälligkeiten.“
KI kann dann auf typische Warnsignale aufmerksam machen: ungewöhnliche Absenderadressen, verdächtige Links, unplausible Aufforderungen, Zeitdruck, ungewöhnliche Zahlungswünsche oder Widersprüche innerhalb der Nachricht.
Das Praktische daran: Man muss selbst kein IT- oder Cybersecurity-Profi sein.
Gerade wenn man denkt „Irgendetwas stimmt da nicht, aber ich kann nicht genau sagen, was“, kann KI helfen, genauer hinzusehen.
Aber: KI ist kein Phishing-Detektor mit Garantie
Auch eine KI kann sich irren. Eine professionell gemachte Phishing-Mail kann sie für plausibel halten – und umgekehrt kann eine ungewöhnliche, aber echte Nachricht verdächtig wirken.
Deshalb sollte KI unterstützen, nicht entscheiden.
Im Zweifel gilt weiterhin: Keine verdächtigen Links anklicken, keine Passwörter oder Zahlungsdaten eingeben und lieber über die offizielle Website oder App des vermeintlichen Absenders prüfen, ob tatsächlich Handlungsbedarf besteht.
Und was darf ich der KI überhaupt zeigen?
Auch beim Einsatz von KI selbst sollten wir auf Sicherheit und Datenschutz achten.
Dabei lohnt sich ein Blick darauf, welchen KI-Dienst und welchen Tarif man verwendet. Kostenlose und kostenpflichtige Versionen können sich hinsichtlich Datenschutz, Verwendung der eingegebenen Daten und verfügbarer Sicherheitseinstellungen unterscheiden. Eine Bezahlversion ist allerdings nicht automatisch „sicher“.
Besonders im beruflichen Umfeld sollten bevorzugt von der Organisation freigegebene KI-Lösungen verwendet werden, bei denen klar geregelt ist, wie mit eingegebenen Daten umgegangen wird und ob diese beispielsweise zum Training der Modelle verwendet werden.
Für die private Prüfung einer verdächtigen Mail gilt trotzdem: Nicht einfach alles hochladen. Namen, Mailadressen, Kundendaten, Vertragsinformationen oder andere persönliche und vertrauliche Inhalte können vor dem Hochladen geschwärzt oder entfernt werden.
Für die Einschätzung, ob eine Mail verdächtig aussieht, braucht die KI diese Informationen in aller Regel ohnehin nicht.
KI-Kompetenz heißt auch: wissen, wann KI helfen kann
Wenn wir über den sinnvollen Einsatz von KI sprechen, denken viele zuerst an Texte schreiben, Informationen zusammenfassen oder Bilder erstellen.
Dabei kann KI noch etwas anderes sehr gut: uns einen zweiten Blick auf Dinge geben.
Sie kann Auffälligkeiten suchen, Fragen stellen helfen, Zusammenhänge erklären und auf Punkte hinweisen, die wir vielleicht übersehen haben.
Die Entscheidung bleibt bei uns.
Und vielleicht ist genau das eine der sinnvollsten Formen, KI im Alltag einzusetzen: nicht als Ersatz für das eigene Denken, sondern als zusätzliche Perspektive.
Sicherheit beginnt mit Aufmerksamkeit –
und ein bisschen KI. 🤖
Kurzfassung: Suspekte Mail? Fragen Sie doch auch mal die KI.
🤖🎣
Phishing-Mails werden immer professioneller und sind nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Wenn Ihnen eine Mail suspekt vorkommt, kann KI als zweiter Blick unterstützen.
Ein Screenshot genügt oft, damit die KI Absender, Links, Formulierungen und andere Auffälligkeiten analysieren und auf mögliche Warnsignale hinweisen kann.
Wichtig: KI unterstützt – sie entscheidet nicht. Verdächtige Links nicht anklicken und im Zweifel direkt über die offizielle Website oder App des vermeintlichen Absenders prüfen.
Auch beim Hochladen gilt: Keine sensiblen oder vertraulichen Daten ungeprüft an eine KI übermitteln. Kostenlose und kostenpflichtige KI-Angebote können sich beim Umgang mit Daten und ihren Sicherheitseinstellungen unterscheiden – bezahlt bedeutet aber nicht automatisch sicher. Im beruflichen Umfeld sollten nur freigegebene KI-Lösungen verwendet werden.
KI-Kompetenz bedeutet eben auch zu wissen, wann und wie KI sinnvoll unterstützen kann.
Sicherheit beginnt mit Aufmerksamkeit – und ein bisschen KI. 🤖